Wie heißt es so schön in einem Sprichwort: „Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen“. Und ich gehe noch weiter, indem ich sage: Gegen jede Krankheit, die ihren Ursprung in unseren Gefilden hat, ist auch ein Kraut in unseren Breitengraden, oft sogar in unserer Umgebung, gewachsen.

Wir sollten uns auf unser kulturelles Erbe besinnen und das verwenden und anwenden, was schon unseren Vorfahren genutzt hat. Es bringt in meinen Augen nichts, sich auf exotische Pflanzen zu stürzen und daraus Präparate zu gewinnen. Genauso wie es meines Erachtens nichts nützt, Heilrituale aus anderen Kulturkreisen zu adaptieren und darauf zu warten, dass sie etwas bewegen. Ich bin der indianischen Schwitzhütten, der Anrufung der Jaguarkraft oder des Medizinrades einfach überdrüssig. (Wobei ich nicht meine, dass es sinnlos wäre, fremde Kulturen zu studieren.) Wir sind hier die Eingeborenen. Und es gilt, die alten Traditionen, die Rituale, die Heilkunde wieder aufleben zu lassen und sie zu leben. Wenden wir uns also den heimischen Kräutern, den alten Sagen aus dem eurasischen Raum und den heilsamen Ritualen zu, die unsere Ahnen schon kannten. Und lassen wir sie wirken. Wer weiß, vielleicht geschieht dann ein Wunder ...